Die britische Militäradministration richtete in Lingen, Meppen, Lathen, Sögel und Werlte sowie an ehemaligen Lagerstandorten Auffang- und Wohnlager für »Displaced Persons« ein.
Einer Meldung des II. Canadian Corps zufolge befanden sich im Zuständigkeitsbereich nördlich der Reichsstraße 21328 zum Stichpunkt 26. April 1945 mehr als 20 befreite Lager, in denen mehr als 13.000 DPs untergebracht waren, unter ihnen etwa 4.000 befreite Kriegsgefangene. Am 14. Mai entschieden die Kanadier, die sowjetischen Kriegsgefangenen aus den vier Emslandkreisen in Lager im Gebiet Oldenburg29 zu verlegen sowie polnische und jugoslawische Kriegsgefangene sowie italienische Militärinternierte in den Emslandkreisen zu sammeln.
Die Zahl der in den Emslandkreisen aufzunehmenden DPs überstieg die Zahl der in das oldenburgische Gebiet abzugebenden um circa 8.000 Menschen – die britische Militärverwaltung belegte die Emslandlager bis an die Grenze ihrer Kapazität. Zudem wurden in zahlreichen Orten und Stadtteilen Unterkünfte für polnische DPs geräumt.
Die Lagerstandorte Oberlangen, Wesuwe und Fullen wurden in der Folge aufgelöst, die ehemaligen Lager Versen und Gro. Hesepe fungierten fortan als Justizvollzuganstalten. In Bathorn, Alexisdorf/Neugnadenfeld und Wietmarschen/Füchtenfeld erwuchsen auf den ehemaligen Lagerarealen neue Wohn- und Siedlungsgebiete.