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Erinnerungsort "Lager XII Dalum"

Die Emslandlager

- ein Kurzüberblick

Zwischen 1933 und 1945 unterhielt der nationalsozialistische Staat im Emsland und der Grafschaft Bentheim 15 Gefangenenlager. Alle Lager waren als Teil des Systems von SS, Justiz und Wehrmacht Orte des Terrors. Bis zum Kriegsende mussten die Häftlinge und Gefangenen schwere Zwangsarbeit in der Moorkultivierung, in der Torf- und Rüstungsindustrie, in Landwirtschaft und Handwerk und weiteren Arbeitskommandos leisten.
In den Emslandlagern litten in der Zeit von 1933 bis 1945 insgesamt bis zu 10.000 KZ-Häftlinge und bis zu 70.000 Strafgefangene, während des Krieges zusätzlich weit mehr als 100.000 Kriegsgefangene. Mehr als 20.000 Menschen, die meisten von ihnen sowjetische Kriegsgefangene, verhungerten, starben an Erschöpfung und Krankheiten, als Folge körperlicher Misshandlungen oder wurden „auf der Flucht erschossen“.

Der Aufbau der Emslandlager vollzog sich in drei Phasen, die sich zeitlich überschnitten:

1933-1934/1936
Konzentrationslager (Börgermoor, Neusustrum, Esterwegen) in Verantwortung des Landes Preußen (1933), seit Juni 1934 unmittelbare Unterstellung des Lagers Esterwegen unter Reichsführer-SS Heinrich Himmler

1934-1945
Strafgefangenenlager in Verantwortung der Justizverwaltung (I Börgermoor, II Aschendorfermoor, III Brual-Rhede,
IV Walchum, V Neusustrum, VI Oberlangen, VII Esterwegen.)

(Die Lager IX Versen, X Fullen und XIV Bathorn wurden 1938/39 nur kurzzeitig mit Strafgefangenen belegt.)

1939-1945
Kriegsgefangenenlager des Oberkommandos der Wehrmacht (VI Oberlangen, VIII Wesuwe, IX Versen, X Fullen, XI Groß Hesepe, XII Dalum, XIII Wietmarschen, XIV Bathorn, XV Alexisdorf)