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Erinnerungsort "Lager XII Dalum"

Weitere Lager

Oberlangen, Wesuwe, Versen, Fullen, Wietmarschen, Alexisdorf, Bathorn

Oberlangen

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenenlager und ordnete es als Zweiglager dem Kriegsgefangenen-Mannschaftstammlager VI B Neu Versen zu. 1940/41 war das Lager mit etwa 1.400 polnischen Fähnrichen, im Herbst 1941 mit 2.000 sowjetischen Soldaten belegt. 1943 wurde Oberlangen ein Offizierslager. Am 1. September 1944 waren hier 4.967 italienische Militärinternierte und 920 kriegsgefangene sowjetische Offiziere registriert. Nach dem Scheitern des Warschauer Aufstandes wurden vom Dezember 1944 bis April 1945 kriegsgefangene Soldatinnen der polnischen Heimatarmee nach Oberlangen gebracht. Im März 1945 befanden sich hier insgesamt 1.556 kriegsgefangene Soldatinnen. Am 12. April 1945 wurde das Lager durch die 1. Polnische Panzerdivision befreit.

Wesuwe

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenenlager und ordnete es als Zweiglager dem Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager VI B Neu Versen zu. 1939/40 waren jedoch nur wenige Kriegsgefangene in Wesuwe untergebracht. Erst nach den militärischen Anfangserfolgen nach dem Überfall auf die Sowjetunion erhöhte sich ihre Zahl deutlich. Im September 1941 war das Lager mit 2.100 kriegsgefangenen sowjetischen Soldaten belegt.

Versen

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager VI B, bevor sie es im Mai 1942 dem Stammlager VI C Bathorn angliederte. Im Dezember 1939 war das Lager Versen mit 50 Kriegsgefangenen belegt. Die Zahl erhöhte sich bis September 1941 auf 300. 1943/44 nahm das Lager Versen vor allem italienische Militärinternierte auf. Bis 1941 wurden die Kriegsgefangenen auch zur Moorkultivierung herangezogen. Später arbeiteten sie in der Landwirtschaft und gewerblichen Betrieben, vor allem in Ziegeleien, Tongruben und Torfwerken.

Ab November 1944 übernahm die SS das Lager als Außenlager des KZ Neuengamme (bei Hamburg). Die KZ-Häftlinge mussten im Winter 1944/45 Verteidigungsstellungen anlegen. Wegen unzureichender Ernährung, Kleidung und Unterbringung starben bei dem harten Arbeitseinsatz hunderte Häftlinge. Hinzu kamen willkürliche Übergriffe der Wachmannschaften. Am 25. März 1945 wurde das Außenlager Versen aufgelöst. Die SS transportierte die KZ-Häftlinge vor den heranrückenden alliierten Truppen über Cloppenburg in Richtung Neuengamme.

Fullen

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenenlager und ordnete es als Zweiglager dem Kriegsgefangenen-Mannschaftstammlager VI B Neu Versen für zunächst polnische und später französische Kriegsgefangene zu. Nach Beginn des Eroberungsfeldzuges gegen die Sowjetunion nahm die Zahl der Kriegsgefangenen deutlich zu. Im September 1941 waren 1.700 sowjetische Soldaten in Fullen untergebracht. Ab Herbst 1943 wurden italienische Militärinternierte in das Lager eingewiesen, das ohne entsprechende Ausstattung als Lazarett fungierte.

Wietmarschen

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenenlager und ordnete es als Zweiglager dem Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager VI C Bathorn zu. 1939 war es ein Durchgangslager für polnische und westeuropäische Kriegsgefangene. Ab 1941 war es mit 2.700 sowjetischen Kriegsgefangenen belegt.

Alexisdorf

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenenlager und ordnete es als Zweiglager dem Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager VI C Bathorn zu. 1939 war es ein Durchgangslager für polnische und westeuropäische Kriegsgefangene. Ab 1941 war es mit 3.900 sowjetischen Kriegsgefangenen belegt.

Bathorn

Nach Kriegsbeginn im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht das Lager als Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager VI C Bathorn. 1939 war es ein Durchgangslager für polnische, 1940 für niederländische und französische Kriegsgefangene. Im August 1941 hielt die Wehrmacht hier 4.016 sowjetischen Kriegsgefangenen gefangen.